Kellerbrand Schwindstraße

Am Sonntagnachmittag (03.05.) kam es gegen 15.10 Uhr zu einem Kellerbrand in einem Wohngebäude in der Schwindstraße.

Vier Personen wurden leicht bis mittelschwer verletzt, eine von ihnen musste mittels Drehleiter gerettet werden.

Die Kameraden der Abteilung Ständige Wache waren in der Pottensteiner Straße noch mit der Rettung einer Person aus einem Aufzug beschäftigt, als der Notruf aus der Schwindstraße in der Integrierten Leitstelle Bayreuth/Kulmbach einging. Demnach sollte bereits schwarzer Rauch aus dem Keller einer Doppelhaushälfte dringen. Umgehend wurden die örtlich zuständigen Abteilungen Altstadt, Meyernberg und Innere Stadt zur Einsatzstelle alarmiert. Dank zügiger Befreiung konnten die Kameraden der Ständigen Wache nur wenige Minuten nach Alarmierung auch die nahegelegene, zweite Einsatzstelle anfahren. Die erste Erkundung bestätigte die Alarmmeldung: Aus der Haustür drang bereits dichter Rauch, welcher offensichtlich aus dem Keller des Gebäudes kam. Drei Personen hatten sich aus eigener Kraft in Sicherheit bringen können, eine nur bedingt-gehfähige Person hatte sich im ersten Obergeschoss auf den Balkon gerettet.

Nach Eintreffen der ersten beiden Löschfahrzeuge drang umgehend ein Atemschutztrupp mit C-Rohr zur Brandbekämpfung über den Treppenraum in den Keller vor. Ein zweiter Atemschutztrupp bahnte sich parallel den Weg ins Obergeschoss, um die Patientin am Balkon mit einer Fluchthaube zu sichern und zu betreuen. Ein dritter Trupp unter Atemschutz ging über einen äußeren Kellerabgang vor, um ebenfalls den Brandherd auszumachen und den Bereich nach Personen abzusuchen. Schnell stellte sich heraus, dass es sich bei dem Brandherd um eine Elektroinstallation handelte. Das Feuer war mit wenigen Sprühstößen unter Kontrolle, hatte aufgrund des Rauchs und der Hitzeentwicklung aber bereits erhebliche Schäden verursacht. So hingen bereits abgeschmolzene Kabel von der Decke, was das Vorgehen der Trupps in den ohnehin beengten Raumverhältnissen zusätzlich schwerer und gefährlicher machte. Durch den frühzeitigen Einsatz eines Überdrucklüfter wurde das Vorgehen der Trupps im Inneren unterstützt.

Die Rettung der Patientin vom Balkon erfolgte über die Drehleiter, anschließend wurde sie dem Rettungsdienst übergeben. Alle vier Betroffenen wurden nach Untersuchung durch einen Notarzt mit Rauchgasintoxikation mittels Rettungs- bzw. Krankenwagen in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert. Die zwischenzeitliche Meldung, dass sich noch eine weitere Person im Gebäude befinden könnte, bestätigte sich glücklicherweise nicht. Von Seiten des BRK Bayreuth und der SKS Ambulanz waren 12 Kräfte vor Ort. Durch die Hitze waren auch Komponenten einer Photovoltaikanlage im Keller in Mitleidenschaft gezogen worden und mussten durch eine Fachkraft außer Betrieb genommen werden. Ein Raum mit einem Öltank war durch eine Brandschutztür gesichert und blieb unversehrt, zwei Gasflaschen wurden zur Sicherheit ins Freie gebracht.

Nach etwa einer Stunde waren die Arbeiten vor Ort beendet und die 41 Feuerwehrkräfte konnten nach dem Rückbau der Gerätschaften zu ihren Standorten zurückkehren. Die Polizei war mit mehreren Streifenwagen angerückt.

Gemeinsame Pressemitteilung BRK und Freiwillige Feuerwehr Bayreuth

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